Ensemble
Bob Ross
Als Bob Ross im schottischen Kirkcaldy geboren wurde, ahnte wohl niemand, dass in der kleinen Bergarbeiter-Stadt eine ebenso außergewöhnliche wie erfolgreiche Karriere ihre Anfang nehmen sollte. Der im wahrsten Sinne kleine (1,58 m) Musiker ist Hornist der Münchner Philharmoniker, Dirigent, Entertainer sowie Gründer des Kult-Ensembles Blechschaden, das 2024 sein 40jähriges Jubiläum feierte.
Florian Klingler
Florian Klingler wurde in Innsbruck geboren. Ab September 2000 war er zwanzig Jahre lang als Solotrompeter der Münchner Philharmoniker tätig, bevor er 2020 die Position des Wechseltrompeters übernahm.
Bernhard Peschl
Bernhard Peschl studierte an der HfM in München bei Prof. Hannes Läubin Trompete. Er war im Jahr 1999 Akademist an der Staatsoper in Hamburg, im Jahr 2000 war er ein halbes Jahr als Aushilfe an der Staatsoper in München.
Ab September 2000 bis 2005 war er Trompeter im Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, bevor er als stellvertretender Solotrompeter zu den Münchner Philharmoniker wechselte. Seit 2012 ist er Mitglied bei Blechschaden.
Markus Rainer
Markus Rainer wurde in Lienz geboren und begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Trompetenspiel. Von 1993 bis 1999 studierte er bei Erich Rinner am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck und ist seit Beginn seines Studiums Mitglied im Ensemble der Musicbanda Franui. Zwischen 1996 und 2000 sammelte er Orchestererfahrung in verschiedenen Jugendorchestern, unter anderem im Gustav Mahler Jugendorchester.
Nach seinem Studium wurde Markus Rainer im Jahr 2000 in die Orchesterakademie der Oper Zürich aufgenommen. Von 2002 bis 2003 hatte er einen Jahresvertrag als Wechseltrompeter im Orchester der Bayerischen Staatsoper inne und ist seit 2003 in gleicher Position bei den Münchner Philharmonikern tätig.
Erich Rinner
Erich Rinner studierte am Tiroler Landeskonservatorium und an der Musikhochschule München. Orchestertätigkeiten brachten ihn an die Frankfurter Oper, zum Staatstheater Wiesbaden und zu den Münchner Philharmonikern. Erich war von 1992 bis 2025 Professor für Trompete am Tiroler Landeskonservatorium.
Bob über Erich: Der Erich kommt aus der Heimat von Andreas Hofer, aus Tirol. Er hat bei jedem Auftritt seine Fahne dabei, aber nicht die Tiroler, sondern die österreichische, die ist nicht so aufwendig. Rot-Weiß-Rot sind die Farben der österreichischen Fahne, genauso wie bei der Flagge aus der Schweiz. Nur mit dem Unterschied, dass die Schweizer ein Plus in der Fahne haben und die Österreicher ein Minus. Aber unser Erich ist ein absolutes Plus bei Blechschaden. Als Konzertmeister und erster Trompeter ist er in der Höhe unerreicht. Keiner spielt das -hohe f- so hoch wie Erich!
Alexandre Baty
Alexandre Baty wurde im Westen Frankreichs geboren und studierte bei Eric Aubier an der Musikakademie von Rueil-Malmaison bei Paris. Er hatte Orchesterstellen als Solotrompeter beim Orchestre national des Pays de la Loire, dem Orchestre philharmonique de Radio France, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Seoul Philharmonic Orchestra, sowie dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam inne.
Darüber hinaus ist er ein erfahrener Solist und Kammermusiker. Im Jahr 2009 errang er internationale Aufmerksamkeit, als er den ersten Preis beim Internationalen Joseph Haydn Wettbewerb für Trompete in Budapest gewann. Im folgenden Jahr war er erster Preisträger des Internationalen Wettbewerbs Prager Frühling, und 2011 erspielte er sich den zweiten Preis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München.
Als engagierter Pädagoge gründete er in Verbindung mit dem Seoul Philharmonic Orchestra die Baty Brass Academy, die junge Trompeter aus Südkorea ausbildet und fördert. Alexandre ist Professor am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris.
Seit der Saison 2022/2023 ist Alexandre Baty Solotrompeter der Münchner Philharmoniker.
Thiemo Besch
Thiemo Besch studierte an den Hochschulen für Musik in Stuttgart bei Wolfgang Gaag und Köln bei Erich Penzel.1992 und 1993 war er Solohornist am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, und wechselte 1994 als Solohornist zum bayerischen Staatstheater am Gärtnerplatz. Von 1995 an spielte er mehrere Jahre im Ensemble Juvavum Brass u.a. bei den Salzburger Festspielen.
In der Saison 2014/2015 hatte er einen Zeitvertrag bei den Münchner Philharmonikern.
Uwe Schrodi
Uwe Schrodi wurde in Radolfzell am Bodensee geboren. Er studierte bei Prof. Branimir Slokar an den Musikhochschulen Trossingen und Freiburg und war in dieser Zeit Mitglied des Schleswig-Holstein-Musikfestivalorchesters, der Jungen Deutschen Philharmonie sowie des Gustav-Mahler-Jugendorchesters.
Noch vor Abschluss seines Studiums wurde er 1994 1. Soloposaunist der Essener Philharmoniker am dortigen Aalto-Theater. 1999 wechselte er zum Bayerischen Rundfunk: erst als Soloposaunist des Münchner Rundfunkorchesters und seit 2005 als Posaunist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Außerdem hat Uwe Schrodi langjährige Erfahrung in der Blechbläserkammermusik durch sein Mitwirken in unterschiedlichen Ensembles wie »HR-Brass«, »BR-Brass«, German Brass oder dem Datura-Posaunenquartett, mit dem er 1993 den 1. Preis beim »Jan Koetsier Wettbewerb« gewann.
Zum Wintersemester 2013/2014 wurde Uwe Schrodi als Professor für Posaune an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen.
Quirin Willert
Quirin Willert, geboren in Tegernsee, begann im Alter von 6 Jahren Akkordeon und Klavier. Mit 11 Jahren folgte dann die Posaune, mit der er im Bayerischen Landesjugendorchester seine ersten Erfahrungen im Orchester sammelte. Sein Studium absolvierte er an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/Main bei Prof. Wolfram Arndt und Prof. Oliver Siefert.
1998/1999 spielte er als Praktikant beim Philharmonischen Orchester Augsburg und setzte 1999/2000 seine Laufbahn im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck fort. Zurück in München gewann er die Stelle als Wechselposaunist beim Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, dem er 14 Jahre angehörte.
Seit März 2015 ist er Mitglied der Münchner Philharmoniker.
Benjamin Appel
Benjamin Appel wurde in Kaiserslautern geboren und begann mit elf Jahren Posaune zu spielen. Nach mehreren Preisen bei “Jugend musiziert" studierte er ab 1996, zunächst noch als Jungstudent, an der Hochschule für Musik in Würzburg in der Klasse von Martin Göss und Lothar Schmitt; später schloss er dort sein Studium mit dem Konzertdiplom ab. Von 1999 bis 2002 war Benjamin Appel Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, in der Spielzeit 2001/2002 Akademist bei den Münchner Philharmonikern.
Von 2002 bis 2006 war Benjamin Appel als Bass- und Kontrabassposaunist an der Staatsoper Nürnberg engagiert; seit September 2006 besetzt er die gleiche Position bei den Münchner Philharmonikern. Seit 2014 ist er Professor am Landeskonservatorium Innsbruck.
Ricardo Carvalhoso
Ricardo Carvalhoso stammt aus Arcos de Valdevez im Norden Portugals und ist seit 2017 Mitglied der Münchner Philharmoniker. Seine musikalische Ausbildung erhielt er na der Musikschule in Viana do Castelo bei Juan Carlos Díaz und na der Hochschule für Musik und Theater in Porto bei Sérgio Carolino. 2008 setzte er sein Studium na der Zürcher Hochschule der Künste bei Anne Jelle Visser fort. Seine Orchester-Laufbahn führte ihn nach Frankreich zu den Nizza Philharmonikern, in die Schweiz zum Orchester der Oper Zürich und schließlich wieder nach Deutschland zu den Münchner Philharmonikern.
Arnold F. Riedhammer
In Somerville/New Jersey (USA) geboren, kehrte Arnold Riedhammer 1958 nach Deutschland zurück. Nach seinem Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München wurde er Solo-Pauker in Nürnberg und Bonn. 1974 kam Arnold Riedhammer dann als Solo-Schlagzeuger und Pauker zu den Münchner Philharmonikern. Er war zugleich bis 2019 Professor an der Musikhochschule München.
Bob über Arnold:
Arnold ist 50% Amerikaner und 50% Niederbayer. Er ist nämlich in Amerika von deutschen Eltern geboren, aber dann in Dingolfing aufgewachsen. Arnold übt heute noch täglich sieben Stunden (er will nämlich die Wohnung von nebenan!). Arnold ist als Schlagzeuger bei uns, weil er Noten lesen kann. Aus diesem Grund spielte er in den 70er Jahren auch schon bei so großen Bands wie »Queen« oder den »Rolling Stones« als Studiomusiker mit. Wir spielen bei Blechschaden sein Schlagzeugsolo immer direkt vor der Pause, denn danach braucht jeder im Saal eine Erfrischung. Übrigens dürfen die Pausen bei Blechschaden nie länger als 20 Minuten dauern, sonst müssen wir unseren Schlagzeuger neu anlernen.
Arnold spielt exclusiv: DW Drums, Zildjian Becken und Gongs, Meinl Percussion, ROHEMA Signature and Classic Sticks, Remo Felle und ROLAND V-drums & Percussion, GEWA Soft and Hard Cases.
Michael Leopold
Michael Leopold ist in München geboren und begann im Alter von 6 Jahren seine Schlagzeugausbildung in der Stadtkapelle seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm. Er studierte Schlagzeug bei Prof. Peter Sadlo und Prof. Arnold F. Riedhammer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Während seines Studiums sammelte er Orchestererfahrung durch Praktika und Engagements bei den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Staatsorchester, dem Theater Coburg und den Münchner Symphonikern. 2016 gewann er das Probespiel für die Stelle als Schlagzeuger der Münchner Philharmoniker, wo er schon seit der Spielzeit 2014/15 Mitglied der Orchesterakademie war.
Alle Bilder © Tobias Gasser